EMOM vs. AMRAP: Welches Format passt zu deinem Trainingsziel?

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Lächelnde Athletin im Stütz auf dem Boden bei einem Outdoor-Workout

EMOM vs. AMRAP – zwei Workout-Formate, die auf den ersten Blick ziemlich ähnlich wirken. Beide arbeiten mit einem festen Zeitrahmen, beide können dich ordentlich ins Schwitzen bringen.

Aber während beim EMOM die Uhr vorgibt, wann du loslegst, entscheidest du beim AMRAP selbst über dein Tempo.

Welches Format ist also besser für Kraft, Ausdauer oder Conditioning? Wir verraten es dir!

Kleiner Tipp: Mach schon mal deinen SmartWOD Timer startklar!

EMOM vs. AMRAP: Die Unterschiede auf einen Blick

Tablet mit dem Startbildschirm des SmartWOD Timers mit den Formaten AMRAP, EMOM, FOR TIME, TABATA und MIX

EMOM und AMRAP gehören zu den beliebtesten Workout-Formaten im Functional Fitness. Der größte Unterschied liegt darin, wie du deine Zeit einteilst.

VergleichEMOMAMRAP
BedeutungEvery Minute on the MinuteAs Many Rounds/Reps as Possible
AblaufNeue Übung zu Beginn jeder MinuteMöglichst viele Runden oder Wiederholungen innerhalb der Zeit
PausenVerbleibende Zeit nach den WiederholungenSelbst eingeteilt
TempoDurch feste Intervalle strukturiertSelbst gesteuert
Typischer FokusKonstanz, Technik, kontrollierte BelastungPacing, Ausdauer, Arbeitskapazität

Wichtig: Ein EMOM ist nicht automatisch leichter als ein AMRAP. Wie intensiv dein Workout wird, hängt von den Übungen, Wiederholungen, Gewichten und deiner Trainingsintensität ab.

Was ist ein EMOM und wann lohnt es sich?

Smartphone mit laufendem EMOM-Timer der SmartWOD App neben einer Kurzhantel auf einer Trainingsmatte

EMOM steht für Every Minute on the Minute. Heißt: Du startest zu Beginn jeder Minute mit einer festgelegten Übung. Sobald du alle Wiederholungen geschafft hast, gehört dir die verbleibende Zeit als Pause.

Ein Beispiel: Du sollst jede Minute zehn Kettlebell Swings absolvieren. Brauchst du dafür 25 Sekunden, bleiben dir 35 Sekunden Erholung. Nach genau einer Minute beginnt die nächste Runde.

Das macht EMOMs besonders interessant, wenn du deine Belastung bewusst steuern möchtest.

Die Vorteile von EMOM Training

  • Planbare Belastung: Du weißt genau, wann die nächste Runde beginnt und wie viel Zeit dir zur Verfügung steht.
  • Kontrollierte Wiederholungen: Mit ausreichend Erholung kannst du dich stärker auf eine saubere Technik konzentrieren.
  • Messbare Fortschritte: Du kannst beispielsweise die Wiederholungszahl, das Gewicht oder die Rundenzahl schrittweise steigern.
  • Vielseitige Trainingsreize: Je nach Gestaltung eignet sich ein EMOM für Krafttraining, Skill Work oder Conditioning.

Allerdings gibt es einen Haken: Wenn du zu viele Wiederholungen einplanst, bleibt kaum noch Zeit zum Erholen. Aus einem kontrollierten EMOM wird dann schnell ein Kampf gegen die Uhr.

Beispiel-Workout: 12-Minuten-EMOM

EMOM 12 Minuten:

  • Minute 1: 12 Air Squats
  • Minute 2: 10 Push-ups
  • Minute 3: 12 Kettlebell Swings

Du wiederholst die drei Minuten insgesamt viermal.

Versuche, die Wiederholungen sauber und in einem gleichmäßigen Tempo auszuführen. Passe die Anzahl bei Bedarf so an, dass dir nach jeder Aufgabe noch etwas Erholungszeit bleibt.

Tipp: Mit dem SmartWOD Timer kannst du dein EMOM einstellen und dich vollständig auf dein Workout konzentrieren. Der Timer signalisiert dir, wann die nächste Minute beginnt.

Was ist ein AMRAP und wann ist es sinnvoll?

Smartphone mit laufendem AMRAP-Timer der SmartWOD App, an eine Kurzhantel gelehnt

AMRAP bedeutet As Many Rounds/Reps as Possible. Dein Ziel ist es, innerhalb eines festgelegten Zeitfensters möglichst viele Runden oder Wiederholungen zu absolvieren.

Anders als beim EMOM gibt es keine vorgeschriebenen Pausen. Du entscheidest selbst, wie schnell du arbeitest und wann du dich erholst.

Genau das macht AMRAPs so interessant: Es geht nicht nur darum, möglichst schnell zu sein, sondern auch darum, deine Kräfte richtig einzuteilen.

Die Vorteile von AMRAP Training

  • Effektives Conditioning: Durch die kontinuierliche Belastung kannst du deine Ausdauer und Arbeitskapazität fordern.
  • Besseres Pacing: Du lernst, ein Tempo zu finden, das du über die gesamte Workout-Dauer halten kannst.
  • Einfaches Fortschrittstracking: Absolvierte Runden und Wiederholungen lassen sich bei identischen Workout-Bedingungen vergleichen.
  • Flexible Intensität: Du kannst ein AMRAP bewusst moderat gestalten oder dich an deine Leistungsgrenze bringen.

Die größte Herausforderung? Nicht zu schnell starten. Wer in den ersten Minuten komplett überzieht, verliert später oft deutlich mehr Zeit durch ungeplante Pausen.

Beispiel-Workout: 12-Minuten-AMRAP

AMRAP 12 Minuten:

  • 12 Air Squats
  • 10 Push-ups
  • 12 Kettlebell Swings

Du absolvierst innerhalb der zwölf Minuten so viele Runden wie möglich.

Die Übungen sind dieselben wie beim EMOM. Der Unterschied: Du musst nicht auf den Beginn der nächsten Minute warten, sondern kannst direkt zur nächsten Übung übergehen.

Dadurch verändert sich die Belastung. Du bestimmst selbst, wann du eine Pause brauchst und wie lange sie dauert.

Tipp: Starte den AMRAP Timer in der SmartWOD App und versuche, über die gesamte Zeit eine möglichst konstante Pace zu halten.

EMOM oder AMRAP: Was ist besser für dein Trainingsziel?

Athlet bei Push-ups auf dem Gym-Boden, im Vordergrund läuft der SmartWOD Timer auf dem Smartphone

Die Antwort hängt davon ab, was du mit deinem Workout erreichen möchtest. Beide Formate lassen sich unterschiedlich gestalten und sind nicht auf einen bestimmten Trainingsreiz beschränkt.

Für Kraft und Technik: EMOM

Wenn du an deiner Technik arbeiten oder anspruchsvolle Bewegungen mit ausreichend Erholung trainieren möchtest, ist ein EMOM häufig die bessere Wahl.

Du kannst beispielsweise jede Minute wenige schwere Deadlifts, kontrollierte Pull-ups oder eine bestimmte Anzahl an Handstand Push-ups absolvieren.

Der Vorteil: Die feste Struktur hilft dir, zwischen den Sets ausreichend Erholung einzuplanen – vorausgesetzt, die Wiederholungszahl ist sinnvoll gewählt.

Für maximale Kraftentwicklung sind allerdings oft längere Pausen erforderlich, als ein klassisches Ein-Minuten-EMOM bietet. Mehr dazu liest du in unserem Artikel zu Satzpausen im Training.

Für Ausdauer und Conditioning: Beide

Sowohl EMOMs als auch AMRAPs können deine Ausdauer verbessern.

  • Ein EMOM eignet sich besonders für wiederholte Belastungen mit festgelegten Erholungsphasen. Du kannst beispielsweise intensive Intervalle auf dem Assault Bike mit leichteren Minuten kombinieren.
  • Bei einem AMRAP steuerst du deine Belastung selbst. Das ist besonders interessant, wenn du lernen möchtest, über einen längeren Zeitraum ein konstantes Tempo zu halten.

Entscheidend ist nicht das Format allein, sondern wie du dein Workout gestaltest.

Für Muskelaufbau: Entscheidend ist die Belastung

Kannst du mit EMOMs und AMRAPs Muskeln aufbauen? Grundsätzlich ja.

Allerdings sind für Hypertrophie vor allem ein ausreichender Trainingsreiz, das Trainingsvolumen und eine sinnvolle Progression entscheidend.

Ein EMOM kann dir helfen, wiederholte Kraftsätze strukturiert zu absolvieren. Ein AMRAP kann ebenfalls einen Muskelaufbaureiz setzen, allerdings können Ermüdung und Zeitdruck die Ausführung und das verwendete Gewicht beeinflussen.

Wenn Muskelaufbau dein Hauptziel ist, solltest du das Workout-Format deshalb nicht über die Qualität deiner Kraftsätze stellen.

Für Pacing und Wettkampfvorbereitung: AMRAP

Gerade im Functional Fitness ist gutes Pacing entscheidend.

Ein AMRAP fordert dich heraus, dein Tempo über die gesamte Workout-Dauer selbst zu regulieren. Du musst einschätzen, wann du pushen kannst und wann eine kurze Pause sinnvoller ist.

EMOMs können ergänzend helfen, bestimmte Bewegungen unter wiederholter Belastung effizienter auszuführen.

EMOM vs. AMRAP: Warum nicht beides?

Du musst dich nicht für eines der beiden Formate entscheiden. Im Gegenteil: EMOMs und AMRAPs ergänzen sich hervorragend.

Nutze beispielsweise ein EMOM, um an deiner Technik, Konstanz oder wiederholten Kraftleistung zu arbeiten. An einem anderen Trainingstag kannst du mit einem AMRAP deine Ausdauer und dein Pacing herausfordern.

Mit dem SmartWOD Timer hast du für beide Formate den passenden Timer direkt zur Hand. Und wenn dir die Workout-Ideen ausgehen, liefert dir der SmartWOD Workout Generator neue Trainingsinspiration!

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